
Mit 135 Punkten war Jon Luke Mau tagesbester Heber. Vor allem seine zweimal 10-kg-Steigerungen im Stoßen sorgten für Erstaunen. Fotos: Jörg Matthies
Mit einem hochkonzentrierten Auftritt haben die Gewichtheber unseres TSV Blau-Weiß 65 ihren letzten Saison-Heimwettkampf in der 2. Bundesliga souverän für sich entschieden.
Durch die Erfolge im Reißen (254,8:196,5 Punkte), Stoßen (393,8:305,5) und somit auch in der Gesamtwertung (648,6:502,0) sammelten die Oderstädter 3:0 Zähler für die Tabelle, in der sie mit 19:2 Punkten vor dem abschließenden Wettkampf am 11. April beim Schlusslicht Athletenteam Vogtland vom 2. Tabellenplatz nicht mehr zu verdrängen sind. Spitzenreiter AC Potsdam (20:1) wird sich sicher zum Abschluss beim KSV Bochum (3.) nicht mehr überraschen lassen und hätte dann die Chance, in die 1. Bundesliga aufzusteigen.
Saison-Bestwerte für Boese und Herweg

Schaffte mit knapp 100 Punkten persönlichen Saison-Bestwert: Lucy Herweg.
Die Zuschauer in der Schwedter Külzviertelhalle erlebten diesmal acht Heberinnen und lediglich vier Heber (je Team zwei) – die erste Gruppe mit je drei Startern war sogar komplett weiblich aufgestellt. Dabei konnte Paula Boese
(77 kg Reißen / 101 kg Stoßen) mit
112 Zählern sogar einen Saison-Bestwert ins Protokoll schreiben lassen. Dies schaffte später in der zweiten Gruppe auch TSV-Heberin Lucy Herweg (75 kg / 90 kg) mit 99,0 Zählern. In der ersten Gruppe sicherten Samin Delikhoun (63 kg / 78 kg = 86,0 Punkte) und Ida Moerck (74 kg / 94 kg = 106 Punkte) eine deutliche 304,0:241,0-Führung für den Gastgeber.
Noch deutlicher wurde es in der zweiten Gruppe, wo (neben Lucy Herweg) Jon Luke Mau (115 kg / 141 kg) als Tagesbester 135,0 Zähler in die Wertung brachte und Ken Goldschmidt (123 kg / 162 kg) für weitere 110,6 Punkte sorgte. Damit endete der zweite Durchgang in der Summe beider Teildisziplinen mit 344,6:261,0 für den TSV.

Wurden vor dem Wettkampf für ihre herausragenden Leistungen 2025 geehrt: Julia Busch, Jon Luke Mau, Ken Goldschmidt und Coach Jan Schulze.
Auffälligstes Detail beim Stoßen in der zweiten Gruppe: Jon Luke Mau wählte geradezu „verrückte“ Steigerungen zwischen den Versuchen von jeweils zehn Kilo: Er begann bei 121 kg und schaffte letztlich 141 kg. „Nein, das habe ich so bisher noch nie gemacht“, sagte er anschließend. Nicht ganz so überrascht zeigte sich Coach Jan Schulze: „Ja, ungewöhnliche Steigerungen. Aber die 140 Kilo waren durchaus vorbereitet, nun wurde es noch ein Kilo mehr.“
Schulze zeigte sich sehr zufrieden mit dem Auftritt des gesamten Teams, das sich – mit nur einer personellen Änderung – gegenüber dem Wettkampf 14 Tage zuvor um mehr als 40 Zähler steigerte. Jörg Matthies