
Das TSV-Team gegen Görlitz-Zittau: Omed Alam, Samin Delikhoun und Ken Goldschmidt (steh. v.l.) sowie Leonie Höffler, Ida Moerck und Paula Boese (sitz. v.l.). Fotos: Jörg Matthies
Einen weiteren souve-ränen Sieg in der 2. Bun-desliga haben unsere Gewichtheber des TSV Blau-Weiß 65 am vergangenen Wochen-ende in heimischer Külzviertel-Sporthalle eingefahren. Einiges war diesmal aber anders als bei vorangegangenen Wettkämpfen dieser Saison.
Diese Veränderungen bezogen sich vor allem auf das eingesetzte Personal. Gegenüber dem November-Auftritt gegen Potsdam (1:2) standen diesmal nur zwei, gegenüber dem letzten Bundesliga-Duell Anfang November in Dortmund (3:0) gab es immerhin auch noch drei Veränderungen. So kam diesmal unter anderem Leonie Höffler (Jahrgang 2011) zu ihrer Bundesliga-Premiere.
Gelungenes Debüt für Leonie

Zum ersten Mal in der 2. Bundesliga an der Hantel: Leonie Höffler (Jahrgang 2011).
„Ein absolut geplanter Einsatz“, verriet Coach Jan Schulze hinterher. Allerdings war eigentlich vorgesehen, dass Höffler lediglich das Reißen absolviert. Unter der Woche aber erkrankte Jon Luke Mau, sodass Leonie einen kompletten Wett-kampf absolviert – fünf gültige Hebungen brachten ihr am Ende 65,0 Punkte für das Konto des gastgebenden TSV.
Der startete im ersten Durchgang mit drei Heberinnen, wobei sich insbesondere Paula Boese erneut als Zuverlässigkeit in Person erwies. Mit 110 Punkten verfehlte sie ihre Saisonbestmarke nur um einen Zähler. Samin Delikhoun brachte alle sechs Hebungen im Reißen und Stoßen gültig in die Wertung und steigerte sich mit 87,0 Zählern um vier Punkte gegenüber dem Dezember-Wettkampf.
„Dänisch“ wurde es beim Gastgeber dann in der zweiten Gruppe. Omed Alam kam „aus einer wirklich sehr schweren Verletzung am Ellbogen“, wie Jan Schulze berichtete. Beim „Aufbauwettkampf“ war deshalb Sicherheit das erste Gebot, sodass seine 70,2 Punkte nicht auf die Goldwaage zu legen sind. Alams Landsfrau Ida Moerck musste bei den jeweils dritten Versuchen der beiden Teildisziplinen passen – am Ende fehlte ihr ein Zähler am dreistelligen Resultat. Sechsmal gültig stand auch für Ken Goldschmidt im Protokoll – mit 122 kg im Reißen und 161 kg im Stoßen schaffte er bei 106,8 Punkten nicht ganz seine Saisonbestleistung.
Schon in gut einer Woche geht es weiter

Ken Goldschmidt schaffte mit sechs gültigen Hebungen diesmal 106,6 Punkte.
Insgesamt aber fuhren die Schwedter gegen die Gäste aus Sachsen (mit 4:11 Punkten jetzt Achter im Neuner-Feld dieser Staffel) einen souveränen 3:0-Sieg ein: Das TSV-Sextett gewann das Reißen mit 199,4:141,8, das Stoßen mit 338,4:291,8 und damit die Gesamtwertung mit 537,8:433,8 Punkten. Damit untermauerten sie ihren zweiten Rang mit 13:2 hinter dem AC Potsdam (3:0 gegen Empor Berlin).Im Kampf um Platz 1 muss wohl weiter davon ausgegangen werden, dass die Landeshauptstädter sich keinen Ausrutscher leisten werden, der dann dem TSV-Team helfen würde.
In gut einer Woche geht es für den TSV dann zum Tabellenvierten Fortschritt Eibau. „Da wird es deutlich schwieriger“, prognostizierte Coach Schulze schon mal. Jörg Matthies