Deutsche Meisterschaften der Jugend

Für die Gewichtheber des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt sind die nationalen Titelkämpfe zumeist mit langen Anreisewegen verbunden, in diesem Jahr bildeten die Deutschen Meisterschaften der Jugend (16 und 17 Jahre) mit dem Austragungsort Berlin eine angenehme Ausnahme.

Mit Dennis Hansch (Gewichtsklasse bis 67 kg), Ilja Taach und Jeremy Korthals (beide bis 73 kg) hatte sich ein Trio für diese Meisterschaften qualifiziert.

Eine besondere Spannung lag über dem Auftritt von Dennis Hansch. Er hatte sich bereits im Juli für die Jugendeuropameisterschaften qualifiziert musste dann aber auf Grund einer Ellenbogenverletzung fast 2 Monate im Training pausieren. Da die Jugend-EM vom 07. bis 14. Dezember stattfindet wurde die Zeit knapp, nun bildeten die Deutschen Meisterschaften den entscheidenden Belastungstest für einen Start auf internationaler Ebene. Mit 3 gültigen Versuchen bei 93, 97 und 100 kg im Reißen hielt der Ellenbogen dem Test stand, in der Wertung der nationalen Meisterschaften rangierte der Schwedter mit 5 kg Rückstand auf dem 2. Platz. Im Stoßen ließ Dennis gültige Hebungen bei 121 und 125 kg folgen und hatte damit die Silbermedaille gesichert. Für die Verteidigung seines Meistertitels hätte der TSV-Heber als letzte Last 136 kg auflegen lassen müssen, 2 kg über seiner Bestleistung. Eine solche Steigerung war auf Grund des Trainingsrückstandes unrealistisch und barg ein zu hohes Verletzungsrisiko. Also wurde auf den letzten Versuch verzichtet und Dennis nahm mit der Silbermedaille vorlieb. Dass er mit seinen 225 kg im Zweikampf immer noch Zweitbester Heber seines Jahrganges war unterstreicht die gute Leistung von Dennis Hansch.

Eine Gewichtsklasse höher waren Ilja Taach und Jeremy Korthals für den TSV Blau-Weiß 65 Schwedt am Start. Auch für Ilja verlief die Vorbereitung auf diesen Wettkampfhöhepunkt nicht problemlos, das Verletzungspech verfolgte ihn bereits seit Jahresbeginn. Trotzdem zählte er zu den Medaillenkandidaten in seiner Klasse. Einem ordentlichen Beginn bei 85 kg im Reißen folgte ein ungültiger Versuch bei 90 kg, diesen Fehler konnte der Schwedter im abschließenden dritten Reißversuch korrigieren, damit lag Ilja zur „Halbzeit“ auf Platz 4. Dass ihm das Stoßen etwas mehr liegt bewies der Schwedter bereits im ersten Versuch dieser Disziplin. Diese Last bedeutete bereits Platz 2 in der Zweikampfwertung, der Blick nach vorn auf Platz 1 war in diesem Jahr noch nicht möglich. Mit 115 kg im zweiten Stoßversuch legte Ilja noch einen 3 kg Vorsprung zwischen sich und seinen unmittelbaren Konkurrenten und beendete seinen Wettkampf mit dem Vizemeistertitel.

Jeremy Korthals hatte seine Jahreszielstellung mit der Qualifikation für die Meisterschaften bereits erreicht, hatte er doch erst im Januar ernsthaft mit dem Gewichtheben begonnen. Auf diesem Teilerfolg wollte er sich aber natürlich nicht ausruhen, das bewies er bereits im Reißen wo er mit 75 kg im zweiten Versuch seine Bestleistung egalisieren konnte und nur knapp an 77 kg scheiterte. Im Stoßen gelangen Jeremy mit 87, 90 und 93 kg drei gültige Hebungen und eine neuer persönlicher Bestwert, eine Aussage die natürlich auch auf die Zweikampfleistung von 168 kg zutrifft. Mit Platz 8 im 12-köpfigen Starterfeld erreichte Jeremy Korthals eine ansprechende Platzierung und lieferte seinen Anteil am guten Abschneiden des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt in der Vereinswertung. Hier kamen die Oderstädter als bester Brandenburger Verein auf Platz 6.

 

R. Taubert

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