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Archiv für die Kategorie ‘Masters’

World Masters Games 2017

8. Mai 2017 Keine Kommentare

Vom 21. bis zum 30. April fanden sich Sportler aus aller Welt zum größten Sportereignis der Masters-Szene zusammen. Die „World Masters Games“ fanden bereits zum 9. mal statt, Ausrichter war diesmal die neuseeländische Stadt Auckland. In 28 Sportarten kämpften die Athleten um Medaillen und Platzierungen, als Masters-Athlet muss man mindestens 25 Jahre alt sein, nach oben sind die Altersgrenzen offen.

Im Gewichtheben beträgt das Mindestalter 35 Jahre, eine Alterskategorie erstreckt sich jeweils über 5 Jahrgänge. Die Gewichtheber des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt waren bereits zum 6. mal bei diesem Ereignis vertreten, diesmal hatte sich Christian Zühlke langfristig auf die Wettkämpfe vorbereitet und sich dann auf den mehr als 17.600 km langen Weg nach Auckland gemacht. Zur Chancenoptimierung wechselte er von seiner angestammten Gewichtsklasse (bis 77 kg) eine Kategorie nach unten in die Klasse bis 69 kg. Hier ergaben sich in der Altersklasse 35 – 39 Jahre durchaus Medaillenchancen für den Schwedter. Die Atmosphäre dieses Sportereignisses war Christian nicht unbekannt, bereits 2013 startete er bei den 8. WMG in Turin, damals belegte er den 4. Platz. Mehr…

Deutsche Meisterschaften der Master 2017 in Schifferstadt

6. April 2017 Keine Kommentare

Vom 30.03.2017 bis 02.04.2017 fanden beim gastgebenden KSC Schifferstadt die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Master ( Ü 30 ) im Gewichtheben statt. Vom TSV Blau Weiß 65 Schwedt hatten sich mit Thorsten Teichert und Jan Schulze zwei  Athleten – beide trainiert von Roland Taubert –  auf diese Meisterschaft vorbereitet.

Erfreulich für beide Sportler war der Umstand, dass es Trainer Taubert beruflich einrichten konnte, auch die Wettkampfbetreuung vor Ort zu übernehmen.

So machte sich das Trainer Sportler/ Gespann am Donnerstag den 30.03.2017 auf die Reise nach Schifferstadt. Nach gut 800 km Anreise, wurde die Wettkampfstätte besichtigt. Nach dem gang auf die Probewaage  hieß es für Thorsten „Gewicht“ machen, sollte ein Start in der Gewichtsklasse  bis  85 kg in der Altersklasse V erfolgen.

Am nächsten Morgen zeigte sich, dass alle Befürchtungen unbegründet waren. Die „Waage“ wurde von Thorsten souverän gemeistert. Zu Beginn des Wettkampfes zeigte sich, dass mit dem Zittauer Holger Worm ein klarer Favorit in der Gewichtsklasse bis 85 kg  an den Start ging. An seine Leistung  von 101 kg im Reißen  und 112 kg im Stoßen kam an diesem Tag kein anderer  Sportler heran. Nach „Begutachtung“ der Konkurrenz,  schien  jedoch für Thorsten von Platz 2 bis Platz 5 alles möglich.  Thorsten begann seinen Wettkampf bei 75 kg im Reißen. Diesen Versuch gestaltete er, genau wie den folgenden bei 80 kg gültig. Im 3. Versuch forderte Thorsten 82 kg. Mit dieser Last hatte er im Training zuletzt Schwierigkeiten. Jedoch nicht an diesem Tag. Technisch sauber, kraftvoll  gelang auch dieser Versuch. Nach dem Reißen lag Thorsten nun mit 1 Kilo Rückstand auf dem Bronzerang. Er selbst hatte, aber  lediglich auch nur 2 Kilo Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten.   

Thorsten begann bei 95 kg im Stoßen. Diesen ließ er im 2. Versuch gültige 100 kg folgen.  Mit dieser Last schaffte es Thorsten, die Bronzemedaille abzusichern. Nun erfolgte der Angriff auf Silber. Sein Konkurrent  Mathias Haase  verlangte 105 kg für den 3. Versuch – ungültig. Nun musste Thorsten an 106 kg, um nach der Silbermedaille zu greifen. Leider misslang ihm dieser Versuch.  Jedoch überwog mit 182 kg im Zweikampf und dem 3. Platz die Freude darüber, wie bei der Siegerehrung zu sehen war. 

Am Sonnabend hieß es dann für Jan Schulze, sich zunächst der Waage zu stellen. Auch er konnte diesen „ersten Kampf“ gewinnen und startete in der Altersklasse II, in der Gewichtsklasse bis 94 kg.

Nach dem Wiegen wurde auch hier die Konkurrenz etwas genauer unter die „Lupe“ genommen. Thomas Schiller der von einer Gewichtsklasse bis 85 kg aufgestiegen war, kristallisierte sich als klarer Favorit heraus. Dem wurde er mit seiner Leistung von 110 kg im Reißen /141 kg im Soßen und dem Deutschen Meistertitel auch gerecht.  Mit Alexander Paulat aus Zeilsheim, ging auch der vorjährige Silbermedaillengewinner am Start. So hieß es für Jan zunächst in den Wettkampf zu finden, um dann,  in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Jan begann bei 100 kg im Reißen. Dieser Versuch war technisch nicht von allerbester Güte, aber gültig. Sämtlich direkte Konkurrenten steigerten,  wie Jan auch, auf 105 kg oder wollten mit dieser Last beginnen. So ergab es sich, dass Jan nun plötzlich fast 10 Minuten Zeit haben sollte,  bis zu seinem nächsten Versuch. Fast in allerletzter Sekunde entschieden sich Sportler und Trainer auf eine Steigerung zurück auf 104 kg. Somit verkürzte sich die Wartezeit  erheblich. Dies sollte sich als cleverer Schachzug erweisen. Jan, der diesmal konzentrierter zu Werke ging, konnte die 104 kg im 2. Versuch bewältigen. Sämtliche Konkurrenten  scheiterten,  an den nun folgenden 105 kg und mussten ihre Versuche wiederholen. Die im 3. Versuch verlangten 106 kg erwiesen sich für Jan an diesem Tag als zu schwer.

Erfreulich jedoch der Zwischenstand. Durch die 104 kg lag Jan auf dem 2. Platz nach dem Reißen.

Im Stoßen begann Jan bei 122 kg. Mit den gültigen 126 kg im 2. Versuch konnte  Jan den 3. Platz absichern. Hier hätte der auf Platz 4 liegende, nun um 12 kg steigern müssen, dies war und blieb  unwahrscheinlich. Nun ging es um Silber. Alexander Paulat hatte seinen Wettkampf erst bei 126 kg begonnen und steigerte auf 131 kg. Jan  folgte ihm ebenfalls auf 131 kg. Diese Last war ein „echter Kanten“ für Jan. Zuletzt im Wettkampf war er im Jahr 2016 an eine Last über 130 kg im Stoßen gegangen. Trotz starkem Kampfes gelang es ihm nicht, mit der Last aus der Hocke aufzustehen.  Am Ende standen für Jan 230 kg im Zweikampf und der 3. Platz  im Wettkampfprotokoll. Alexander Paulat schaffte 1 Kilo mehr und holte sich Silber.

Beide Sportler haderten nicht lange mit ihren Fehlversuchen, überwog doch die Freude über die gewonnen Medaillen. Auch die kritischen Anmerkungen des Trainers verflogen im Rahmen der abendlichen Auswertung. Noch während der Rückkehr nach Schwedt wurden Pläne über den nächsten Wettkampf der „Master“ geschmiedet.       

Deutsche Meisterschaften der Masters

19. Mai 2015 Kommentare ausgeschaltet

Jan Schulze 121 kg im Stoßen2 Starter – 2 Medaillen, viel besser kann das sportliche Ergebnis einer Meisterschaft nicht sein.

In der Jahreschronologie sind es die gestandenen Gewichtheber, die Masters, die mit ihren nationalen Titelkämpfen die Folge der Meisterschaften beginnen. Vom TSV Blau-Weiß 65 Schwedt stellten sich in diesem Jahr Marcel Grünwald in der Altersklasse 1 und Jan Schulze in der AK 2 der Konkurrenz und begaben sich auf die Wettkampftour zum gastgebenden Ausrichter nach Ladenburg. Als Betreuer der beiden Akteure fungierte in diesem Jahr Thorsten Teichert, sein eigener geplanter Start wurde durch eine Verletzung in der Vorbereitung verhindert, umso erfolgreicher sollte sein Auftritt als amtierender Coach sein.

Der Zeitplan der Titelkämpfe bedeute für die AK 2, Klasse bis 94 kg, und somit für Jan Schulze den Beginn der Konkurrenz am Sonntag um 10.00 Uhr. Sicherlich nicht der idealste Zeitpunkt für Höchst-leistungen, aber dieser Fakt traf ja alle Starter. Wie so oft bei Titelkämpfen bestimmte auch diesmal die Wettkampftaktik das Geschehen. Schulze wählte einen sicheren Einstieg im Reißen bei 90 kg die er erwartungsgemäß erfolgreich absolvierte. Es folgte der Sprung auf 101 kg die er ebenfalls gültig gestalten konnte. Leider misslang Versuch Nummer 3 bei 106 kg, aber der 2. Platz nach dem Reißen bestätigte die richte taktische Marschroute. Nach diesem Prinzip wollte man auch im Stoßen vorgehen und begann mit einem sicheren Einstieg bei 110 kg womit die Bronzemedaille abgesichert war. Wiederum wählte das Team Sportler und Betreuer eine hohe Steigerung auf 121 kg und auch dieser Versuch kam in die Wertung. Leider zog Schulze sich bei diesem Versuch eine Knieverletzung zu, die eine weitere Steigerung unmöglich machte. Somit musste er seinen direkten Gegner noch mit 125 kg im Stoßen an sich vorbei ziehen lassen. Nach dem undankbaren 4. Platz im Jahr 2014 bedeuteten die 222 kg im Zweikampf die Bronzemedaille für Jan Schulze und damit den verdienten Lohn für seinen hohen Einsatz in der Vorbereitung der Meisterschaften.Marcel Grünwald 2. Platz AK 1, Klasse bis 94 kg

3 Stunden später, ebenfalls in der Klasse bis 94 kg, allerdings in der Altersklasse 1 wurde es ernst für Marcel Grünwald. Er hatte eine längere Wettkampfpause hinter sich, dementsprechend ging er merklich angespannt in die direkte Vorbereitung. Zum richtigen Zeitpunkt legte sich diese Anspannung, mit 3 sauberen Hebungen bei 105, 108 und 110 kg im Reißen lag Grünwald zur „Halbzeit“ seiner Gewichtsklasse auf dem 2. Platz, mit der gleichen Last wie sein etwas leichterer Konkurrent. Im Stoßen gab es ein Kopf an Kopf-Rennen der 3 Medaillenanwärter. Mit Gültige Hebungen bei 127 und 131 kg für Grünwald blieb der Kampf offen. Konkurrent Nummer 1 scheiterte nun an 134 kg, damit war die Silbermedaille für den Schwedter gesichert. Der wollte noch einmal Spannung in den Kampf um den Titel bringen, leider erwiesen sich die anvisierten 136 kg diesmal als zu schwer. Mit 241 kg im Zweikampf sicherte sich Marcel Grünwald am Ende den Vizemeistertitel bei seinem ersten Auftritt bei den Masters.

R. Taubert

„World-Masters-Championship“ im Gewichtheben

7. September 2014 Kommentare ausgeschaltet

Die dänische Hauptstadt Kopenhagen war in diesem Jahr Gastgeber der „World-Masters-Championship“ im Gewichtheben des Jahres 2014. In der Gewichtsklasse bis 94 kg (AK 40 – 44) startete Jan Schulze vom TSV Blau-Weiß 65 Schwedt für Deutschland. Als Zielstellung für diesen Jahreshöhepunkt war ein ähnliches Zweikampfresultat wie bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften avisiert, dort standen am Ende 234 kg als Ergebnis zu Buche. Die letzten Trainingseinheiten vor der WM hatten den Optimismus allerdings ein wenig gedämpft, die Vorbereitung verlief nicht 100%ig optimal.Jan Schulze Reissen 107 kg

Auf der Wettkampfbühne in Kopenhagen begann Jan Schulze dann die Konkurrenz mit einem unglücklich ungültigen Versuch bei 103 kg im Reißen, alles andere als ein gelungener Auftakt. Davon zeigte sich der Schwedter aber zum Glück nicht beeindruckt. Nach der fälligen und gültigen Wiederholung der Last steigerte er sich im letzten Versuch auf 107 kg und lag zur „Halbzeit“ mit dieser Leistung auf einem sehr guten 5. Platz.

Jan Schulze Stossen 123 kgDie Hoffnung, dass sich der gute Trend dann im Stoßen fortsetzen würde erfüllte sich dann leider nicht. Der Auftaktversuch bei 123 kg sollte die einzige gültige Hebung in dieser Disziplin für Jan Schulze bleiben. Die Last von 127 kg, die als Nächstes gewählt wurde, erwies sich sowohl im 2. Als auch im 3. Versuch als zu schwer. Damit konnten sich noch 3 der direkten Konkurrenten am Schwedter Heber vorbeischieben, so dass in der Endabrechnung

der 8. Platz mit einer Zweikampfleistung von 230 kg für Jan Schulze bei dieser WM im Protokoll stand. Unabhängig von der Platzierung erfüllten sich damit die Erwartungen im Hinblick auf das Zweikampfresultat diesmal nicht.

R. Taubert